Schule
Dieses Thema hat einen besonderen Bezug zum Haus, denn in Raum 1, dem späteren Pfarrbüro, fanden die ersten Unterrichtsstunden für Steinberger Kinder statt. Im OG ist festgehalten, dass Steinberg ab 1825 ein Schulbenefizium war, d.h., der Ortsgeistliche (Benefiziat) war zugleich der Lehrer. 1852 wurde das erste Schulhaus gebaut (der jetzige Sakralraum mit Büro). Alle Klassen, rund 60 Schüler, befanden sich in dem aus einem einzigen Raum bestehenden Schulgebäude, in dem sich ein Katheder, ein Ofen, drei Schultafeln und elf Bankreihen. Große Differenzen führten dazu, dass die Diözese den Benefiziaten 1882 abberief und Steinberg bis 1909 ohne Priester war. Der Kampf um ein neues Schulhaus wurde erbittert geführt und erst 1906 konnte das neue Schulhaus (jetzt Rathaus) eingeweiht werden. Das Erdgeschoß, das wie heute noch sichtbar aus Granitbruchsteinen gemauert ist, wies die Lehrerwohnung mit drei Zimmern, Küche und Speis auf. Der Schulsaal (jetzt Arztpraxis) war im ersten Stock und für 100 Kinder berechnet.
1957 wurde dann das jetzige Schulhaus eingeweiht, damals eines der modernsten in der Oberpfalz. Heute ist nur noch die Grundschule in Steinberg am See, die in den letzten Jahrzehnten mit Millionen Euro „aufgepeppt“ wurde und heute ein schmuckes Gebäude mit neuen Außenanlagen ist. Eine Original-Schülerbank mit Tintenfass, Schulbücher, Schiefertafel, Zeugnisse, Klassen- und Lehrerfotos halten knapp 200 Jahre Schulgeschichte fest.