Steinberger Haushalt und Handwerk
Am meisten Atmosphäre atmet wohl das Dachgeschoß, das weitgehend unverändert blieb und Speicher war in den Zeiten, als der Ortsgeistliche noch die Landwirtschaft ausübte (auch eine „Selch“ gab und gibt es!). Heute ist hier das Steinberger Handwerk untergebracht, vor allem ein Modell des Steinbruchs („Wasserloch“) mit Werkzeugen der Steinhauer, von denen hier in „Glanzzeiten“ bis zu 100 arbeiteten. Auch eine alte Schusterwerkstatt ist zu sehen, daneben Werkzeuge und Arbeitsgeräte des Schreiners, Wagners und Bäckers. Wie Flachs bearbeitet oder Tabak geschnitten wurde, ist nachvollziehbar. Auch Haushaltsgegenstände aus der „guten alten Zeit“ sind zu sehen, nicht zuletzt Leinen und Kleidung der reichen Bauerstochter Anna, deren Hochzeitsgewand einen Stock tiefer zu bewundern ist. Eine „Bettstod“ aus dem Spitalhaus lässt ahnen, wie der „Schlafkomfort“ vor 100 Jahren war…