Auf ein „recht aktives Vereinsjahr“ mit vielen Veranstaltungen und neuen Ideen blickte Vorsitzender Jakob Scharf bei der Jahreshauptversammlung des Heimatkundlichen Arbeitskreises zurück und dankte dem „harten Kern“ der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die neben der Vereinsarbeit auch ganzjährig ehrenamtlich das Braunkohlemuseum betreuen, das laut Museumsleiterin Renate Rose 2018 von knapp 500 Interessenten besucht wurde.
Scharf verwies in seinem Rechenschaftsbericht vor allem auf die gut angekommene Sonderausstellung „Bierkrüge“ , von der Krüge mit Bergbaumotiven aus ganz Europa als Dauerausstellung beibehalten werden. Der Vortrag „Steinberg früher und jetzt“ soll auf Grund des großen Zuspruchs im Winter wiederholt werden. Ein weiterer Vortrag war den „Pilgerkirchen Roms“ gewidmet. Ein Erfolg war auch das „1. Steinberger Brunnenfest“ , das 2020 wiederholt werden soll. Mit MdB Karl Holmeier fand eine Diskussion zum Heimatbegriff statt. Auf reges Interesse stieß auch der Historische Spaziergang durch Steinberg. Bei der Landkreisfahrt in den Partnerlandkreis Görlitz war man ebenfalls mit einer Abordnung vertreten. Die Hauptarbeit werde beim wöchentlichen Arbeitsstammtisch geleistet, bei dem das umfangreiche Zeitungsarchiv der Gemeinde und aller Ortsvereine ergänzt wird sowie Bildmaterial katalogisiert und archiviert wird. Auch die Mitgliederentwicklung sei positiv. Für den Monat November kündigte der Vorsitzende als „Nachfolger“ für das nach 30 Jahren eingestellte „Gmoabladl“ das bereits in Druck befindliche „Gmoaböichl“ an, das in völlig neuer Konzeption als Jahresbuch heimatgeschichtliche und heimatkundliche Themen aus Wackersdorf und Steinberg behandelt. Die erste Ausgabe wird im Hausverkauf in beiden Gemeinden von den Mitgliedern zum Preis von 6.00 Euro angeboten und kann auch abonniert werden. Kurz darauf wird auch die neue Publikation von Jakob Scharf mit dem Titel „Steinberger Schulgeschichte(n)“ , die u.a. rund 100 Klassenfotos enthält, zum Verkauf angeboten. Ein „Wermutstropfen“ – so Scharf- sei der Wasserschaden im Museum gewesen, der die Arbeit noch immer beeinträchtige. Darüber hinaus hoffen die Mitglieder, dass die in den Gemeindehaushalten 2017 und 2018 vorgesehene dringend notwendige Fassadengestaltung 2019 „endlich ausgeführt wird“.
Der Leiter der HAK-Kindergruppe Christian Scharf berichtete von einem regen Zulauf .Derzeit drehe man ein Video, beteiligte sich zusammen mit dem Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein an einer „Ramadama“-Aktion sowie einer Blumenwiese- und Kartoffelpflanzaktion. Auch eine Radtour stand auf dem Programm. Kassier Thomas Bäuml verwies auf „eine gesunde finanzielle Basis“.
Erstmals plant man am 28. Oktober im Pfarrheim einen „Oberpfälzer Abend“ mit volkstümlicher Musik, Texten und Liedern sowie dem Auftritt der Knappentanzgruppe. Hier können alle Hobbymusikanten oder Sänger nach vorheriger Anmeldung mitmachen. Ferner will man den Platz um die Bergmannsbüste vor dem Museum pflastern. Außerdem wird derzeit mit Dr. Wolfgang Neiser vom Historischen Museum in Regensburg ein neues Museumskonzept für das einzige Braunkohlenmuseum Süddeutschlands erarbeitet.